Wormtracker / Hilfe
WORMTRACKER.DE / DOKUMENTATIONDirekt zur ersten Auswertung
VOM FILM ZUM MESSWERT

Bewegung sichtbar.
Auswertung verständlich.

Wormtracker zerlegt Wurmfilme in Einzelbilder, erkennt Konturen und wertet Bewegung aus. Diese Anleitung begleitet Sie von der Aufnahme bis zu gespeicherten Messergebnissen.

01ImportierenFilm → Einzelbilder
02ErkennenFilter → Wurmkontur
03AuswertenBewegung → Messwerte
04AufbewahrenErgebnisse → Ablage

Was wird gemessen?

Fläche, Länge, Schwerpunktgeschwindigkeit, geglättete Schwerpunktgeschwindigkeit, Mobilitätsfrequenz und Winkelgeschwindigkeit.

Was wird benötigt?

Wormtracker für Windows, ein geeigneter Wurmfilm und ausreichend Speicher für BMP-Einzelbilder. Für den Videoimport werden ffmpeg.exe und ffprobe.exe im Ordner FFmpeg neben der Anwendung benötigt.

01 / SCHNELLSTART

Ihre erste Auswertung

Beginnen Sie mit einem kurzen, gleichmäßig beleuchteten Film und einer bekannten Kalibrierung.

  1. Film in Einzelbilder zerlegen

    Nutzen Sie die Werkzeugfunktion „split film to pictures“. Der Import läuft lokal mit FFprobe und FFmpeg. Start- und Endbild begrenzen bei Bedarf den Bildbereich. Bei MCP-Laboraufträgen entsteht automatisch ein neuer Arbeitsordner.

    Den Import verstehen →
  2. Bilder laden und Erkennung einstellen

    Wählen Sie den erzeugten Bildbestand über „select film“. Links sehen Sie das Original, rechts das Filterbild. Stellen Sie im Register filter die Bildfilter ein und wenden Sie sie mit „apply filter“ an. Die Statusanzeige sollte genau 1 worms melden.

    Filter richtig einstellen →
  3. Maßstab und Auswertebereich prüfen

    Tragen Sie im Register calibration die Werte Ihrer Aufnahme ein. Beschränken Sie bei störenden Rändern den räumlichen Bereich über ROI. Prüfen Sie mehrere Bilder, auch am Anfang und Ende.

    Kalibrierung & ROI →
  4. Den gesamten Film auswerten

    Starten Sie „process film“. Der Schalter wird während der Verarbeitung zur Stoppfunktion. Übernehmen Sie nur eine vollständig und erfolgreich abgeschlossene Auswertung.

    Messwerte beurteilen →
  5. Ergebnisse mit Parametern aufbewahren

    Bewahren Sie CSV, Textausgabe, Parameter und Bildbestand zusammen auf. Bei MCP-Laboraufträgen enthält job.json das dauerhafte Auftragsprotokoll; die Übersicht „Gespeicherte Auswertungen“ hilft beim Wiederfinden.

    Ablage und Dateiformate →
02 / ORIENTIERUNG

Die Oberfläche auf einen Blick

Die englischen Bezeichnungen entsprechen den Bedienelementen der Anwendung. Fahren Sie über ein Werkzeug, um seinen Hinweistext zu lesen.

Wormtracker-Hauptfenster: oben Werkzeugleiste, links Originalbild, rechts Filterbild, unten Protokoll und Register filter.
Hauptfenster nach dem Start, noch ohne geladenen Film. Originalaufnahme aus Wormtracker über MCP; zum Vergrößern anklicken.
A

Original & Filterbild

Vergleichen Sie links das unveränderte Bild mit dem Ergebnis der Filter rechts. So erkennen Sie, ob der Wurm vollständig erhalten bleibt.

B

Bildnavigation

Mit first picture, last picture und dem Bildnummernfeld wechseln Sie durch den Bestand.

C

Protokoll & Status

Unter den Bildern stehen Verarbeitungshinweise. Die Statuszeile zeigt unter anderem Bild und Anzahl erkannter Würmer.

Werkzeuge und ihre Aufgaben
Hinweis im ProgrammAufgabe
split film to picturesVideodatei in Einzelbilder zerlegen.
select filmVorhandenen Bildbestand auswählen.
apply filterAktuelles Bild mit den eingestellten Filtern prüfen.
process film / stop processFilm auswerten bzw. laufende Verarbeitung abbrechen.
graph of frequency calculationGrafische Darstellung zur Frequenzberechnung öffnen.
process group of filmsDie vorhandene Gruppenverarbeitung öffnen.

Die Register filter, view, calibration, experiment und data bündeln die Einstellungen. Das Register experiment enthält ältere Experimentfelder; für automatisierte Laborergebnisse verwenden Sie die filmbezogenen CSV- und JSON-Dateien.

03 / DATEN VORBEREITEN

Vom Film zu Einzelbildern

Wormtracker wertet einen Bildbestand aus. Beim Videoimport werden dafür BMP-Dateien mit Zeitstempeln erzeugt.

Vor dem Import

  • Prüfen Sie, ob FFmpeg und FFprobe neben der EXE im Unterordner FFmpeg verfügbar sind.
  • Verwenden Sie eine Aufnahme mit klar erkennbarem Wurm und möglichst konstantem Hintergrund.
  • Planen Sie Speicher ein: BMP-Dateien sind deutlich größer als komprimierte Filme.

Zeitlicher Bildbereich

Im Register data finden Sie unter film explode die Felder start image und stop image. Bei der MCP-Schnittstelle sind Bildindizes nullbasiert und die Grenzen eingeschlossen. stopFrame: 0 bedeutet Filmende.

Beispiel: startFrame: 10 und stopFrame: 20 wählen elf Bilder aus. Der räumliche ROI ist davon unabhängig.

Register data mit Datenpfad, temporärem Pfad sowie start image und stop image für den Filmimport.
Register data: Pfade und Bildbereich. Die abgebildeten Startwerte sind keine Empfehlung für Ihre Messung.

Vorhandene Bilder verwenden

Ältere BMP-Ordner können weiterhin ausgewählt und in der Ablageübersicht angezeigt werden. Ohne job.json besitzen sie jedoch kein MCP-Auftragsprotokoll. Originalfilme werden bei MCP-Laboraufträgen nur gelesen; jeder Auftrag verwendet einen neuen Arbeitsordner.

04 / BILDVERARBEITUNG

Eine saubere Wurmkontur erkennen

Das Ziel ist ein zusammenhängendes Objekt, das den Wurm abbildet. Optimieren Sie die Erkennung zuerst an einzelnen Bildern.

gamma1stretchdilatationmediangamma2two colorfilter sizecalculate
Filter in ihrer Verarbeitungsreihenfolge
FeldWirkung / Bedienhinweis
gamma1 / gamma2Verändern die Helligkeitsverteilung vor bzw. nach weiteren Filtern. MCP verlangt für beide Gammawerte 0,01 bis 100, auch bei ausgeschaltetem Filter. Prüfen Sie die Wirkung im Filterbild.
stretchSpreizt den Grauwertbereich. Der untere Wert muss kleiner als der obere sein; beide liegen zwischen 0 und 255.
dilatationMorphologische Bearbeitung der Bildstruktur. Kontrollieren Sie, dass Wurm und Störstellen dadurch nicht zu einem Objekt verschmelzen.
medianReduziert Bildrauschen. Die Zahl bestimmt die Wiederholungen; MCP erlaubt 0 bis 20.
two colorWandelt das Bild mit einem Schwellwert von 0 bis 255 in zwei Farben um. Stellen Sie ihn so ein, dass die Kontur erhalten bleibt und Hintergrundrauschen verschwindet.
filter sizeBegrenzt die Größe erkannter Objekte in Bildpixeln. Minimum und Maximum müssen zur Aufnahme passen; das Minimum darf das Maximum nicht überschreiten.
calculateSchaltet die nachfolgende Wurmerkennung ein.

So stimmen Sie die Filter ab

  1. Wählen Sie ein repräsentatives Bild und wenden Sie die Filter an.
  2. Vergleichen Sie Original und Filterbild. Der Wurm darf weder zerfallen noch mit Rand oder Schmutz verbunden sein.
  3. Prüfen Sie die Objektanzahl. Bei null Objekten sind Kontur, Schwellwert, Größenfilter und ROI zu prüfen; bei mehreren Objekten zusätzlich Störstellen.
  4. Wiederholen Sie die Prüfung an mehreren Stellen im Film und speichern Sie die passenden Parameter.

Kopf-/Schwanzmodus und Glättung

head / tail bietet real, real relative, average und average relative. Für reproduzierbare Vergleiche müssen Modus, averaging und hysteresis mit dokumentiert werden.

averaging entspricht dem Glättungszeitraum averageMs in Millisekunden. hysteresis entspricht dem Parameter damping. Diese Einstellungen können die Auswertung beeinflussen; ändern Sie sie nicht unbemerkt zwischen Vergleichsfilmen.

Ein echtes Beispiel: CElegansAVI

Der Beispielimport liefert 97 Bilder aus einem Film mit 720 × 480 Pixeln. Weil mehrere Würmer im Bild sichtbar sind, begrenzt ein rechteckiger ROI die Auswertung auf den mittleren Wurm. Im Filterbild bleiben andere schwarze Objekte sichtbar; die Erkennung berücksichtigt den festgelegten ROI.

CElegans-Beispielfilm in Wormtracker: links Original mit rechteckigem ROI um den mittleren Wurm, rechts Zweifarbenbild und erkannte Kontur; Status 1 worms.
Echte MCP-Aufnahme von Bild 24: rechteckiger ROI, erkannte Kontur und Status „1 worms“. Die Bildansicht zeigt einen Ausschnitt des 720 × 480 Pixel großen Originals.

Parameter dieses Beispiels

  • Median: 2 Wiederholungen; Schwellwert: 65.
  • Objektgröße: 500 bis 5.000 Pixel.
  • ROI: (280, 15) bis (430, 250).
  • Gamma-, Stretch- und Dilatationsfilter ausgeschaltet.
  • Wurmerkennung eingeschaltet; averaging: 500 ms.

Demo-Parameter als JSON herunterladen ↓

Erkennung sichtbar machen

Im Register view lassen sich Konturen (boarder), ROI, Schwerpunkt (mass center), Endpunkte (ends), Kettenglieder (chain links) und Nummern einblenden. Nutzen Sie diese Ansichten zur Kontrolle der erkannten Struktur.

Register view mit Anzeigeoptionen für Kontur, ROI, Schwerpunkt, Endpunkte, Kettenglieder und Nummern.
Anzeigeoptionen im Register view, aufgenommen ohne geladenen Film.
05 / MESSGRUNDLAGE

Maßstab und Auswertebereich festlegen

Erst eine zur Aufnahme passende Kalibrierung macht aus Bildkoordinaten physikalische Größen.

Register calibration mit diameter, pixel x, pixel y und magnification.
Die Kalibrierfelder der Anwendung. Werte vor jeder Messreihe an der tatsächlichen Aufnahme prüfen.
Kalibrierwerte und Einheiten
OberflächeMCP-ParameterEinheit
diameterdiameterMmMillimeter
pixel xpixelsXPixel
pixel ypixelsYPixel
magnificationzoomFaktor

Übernehmen Sie diese Werte aus der dokumentierten Kalibrierung Ihres Aufnahmesystems. Alle Werte müssen positiv sein. Ein gespeicherter Parametersatz ist eine Berechnungsgrundlage und ersetzt keine Prüfung des realen Maßstabs.

ROI: nur den relevanten Bildbereich auswerten

Im Register filter wählen Sie unter ROI den räumlichen Auswertebereich. Damit können etwa Ränder oder störende Bereiche ausgeschlossen werden.

ROI-Typen
OberflächeMCP-TypGeometrie
total0Gesamtes Bild.
rectangle1Zwei Eckpunkte; positive Breite und Höhe.
polygon2Mindestens drei Punkte; das Polygon muss eine Fläche besitzen.
circle3Elliptischer Bereich innerhalb zweier Eckpunkte.

ROI im Programm zeichnen

Wählen Sie rectangle oder circle und setzen Sie mit zwei Linksklicks im Originalbild die gegenüberliegenden Eckpunkte. Für polygon setzen Sie nacheinander die Eckpunkte und beenden die Eingabe mit einem Rechtsklick; mindestens drei Punkte sind erforderlich. Ein Rechtsklick während der Rechteck- oder Kreiseingabe bricht diese ab. Prüfen Sie den gewählten Bereich anschließend im Register view mit eingeschaltetem ROI.

06 / ERGEBNISSE VERSTEHEN

Messwerte lesen und prüfen

Eine erfolgreiche Verarbeitung allein genügt nicht: Kontrollieren Sie Erkennung, Kalibrierung und gespeicherte Parameter.

Messgrößen der MCP-Ergebnisausgabe
MessgrößeEinheitJSON-Feld
Ausgewertete ZeitspannesdurationSeconds
Mittlere Flächemm²meanAreaMm2
Mittlere LängemmmeanLengthMm
Mittlere Schwerpunktgeschwindigkeitmm/smeanCenterSpeedMmPerSecond
Geglättete Schwerpunktgeschwindigkeitmm/smeanSmoothedCenterSpeedMmPerSecond
MobilitätsfrequenzHzmobilityFrequencyHz
Mittlere Winkelgeschwindigkeit°/smeanAngularSpeedDegreesPerSecond

Die Mobilitätsfrequenz beschreibt eine aus der Bewegung berechnete Frequenz. Sie ist eine andere Größe als die zurückgelegte Strecke pro Zeit. Verwenden Sie für den Vergleich dieselben Aufnahme- und Auswertungseinstellungen.

Wann ist eine MCP-Messung gültig?

Übernehmen Sie nur abgeschlossene Messungen mit state: "completed" und valid: true. Ein erfolgreicher Import ist noch keine Messung. Fehlgeschlagene oder abgebrochene Auswertungen dürfen nicht als Nullmessungen interpretiert werden. Bei Stapeln prüfen Sie jeden Filmeintrag einzeln.

Erfolgreich abgeschlossener Beispielablauf

Die hier dokumentierte CElegans-Auswertung verarbeitet alle 97 Bilder über 3,203 Sekunden und liefert einen verfolgten Wurm. MCP meldet completed und valid: true. Diese technische Gültigkeit bestätigt den abgeschlossenen Ablauf; sie bestätigt keinen unabhängig geprüften physikalischen Maßstab.

Wormtracker nach abgeschlossener CElegans-Auswertung: Original- und Filterbild sowie die echte tabellarische Textausgabe unter den Bildern.
Programmaufnahme nach der vollständigen Auswertung. Die Textausgabe wird aus der erzeugten Ergebnisdatei geladen.

Demo-Ergebnis mit Einheiten und Parametern herunterladen ↓

Dateien für die weitere Auswertung

Die filmbezogene CSV dient der tabellarischen Weiterverarbeitung, TXT der Textausgabe. Das Ergebnis-JSON enthält Kennzahlen mit Einheiten, Parameter und Dateipfade. Bewahren Sie immer den zugehörigen Parametersatz auf.

Bekannte Grenzen des bestehenden Exports

Der ältere CSV-Export schreibt Einzelzeilen nur bis Count - 2. Deshalb können zum Beispiel 92 Bilder zu 91 Einzelzeilen führen. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Bild beim Import fehlt.

Die ältere Experiment-Zusammenfassung verwendet nicht vollständig befüllte interne Werte. Für MCP-Laboraufträge verwenden Sie das Ergebnis-JSON und die filmbezogene CSV. Historische Referenzvergleiche prüfen ausgewählte Abläufe und ersetzen keine vollständige wissenschaftliche Validierung sämtlicher Messgrößen.

07 / REPRODUZIERBAR ARBEITEN

Ergebnisse dauerhaft wiederfinden

MCP-Laboraufträge erhalten eigene Ordner. Bilder und Ergebnisse bleiben nach der Verarbeitung erhalten.

Fenster Gespeicherte Filme und Auswertungen mit den importierten CElegans-Filmen und der abgeschlossenen 97-Bilder-Auswertung.
Gespeicherte Beispielaufträge: Importe und Auswertung stehen jeweils in eigenen Ordnern. Die BMP-Anzahl der Ablage kann zusätzliche Vorschauen enthalten. Ein Doppelklick öffnet den Ordner.

Laborordner

Standardmäßig liegt LabRuns neben der jeweils gestarteten EXE. Mit outputDirectory lässt sich ein anderer Zielordner festlegen. Jeder Auftrag bekommt einen neuen Zeitstempel-/GUID-Ordner.

Das Auftragsprotokoll job.json bleibt dauerhaft gespeichert. Der MCP-Befehl wormtracker_result hält dagegen nur den letzten Auftrag im Arbeitsspeicher bereit.

Ablageübersicht

Öffnen Sie „Gespeicherte Auswertungen“. Die Übersicht zeigt Datum, Status, Film, Bildanzahl, Speicherbedarf und Ordner. Weitere Ablageordner lassen sich hinzufügen.

Die Ordnerauswahl wird in LabStorage.json neben der EXE gespeichert. Verschiedene EXE-Ordner besitzen daher eigene Ablagekonfigurationen.

Parameter speichern

Über load und save im Register filter verwalten Sie die bestehenden Programmeinstellungen. MCP kann INI- oder JSON-Parameter laden und mit wormtracker_save_parameters eine neue UTF-8-JSON-Datei schreiben. Vorhandene JSON-Dateien werden dabei nicht überschrieben.

AUTOMATISIERUNG

Laborabläufe mit MCP steuern

Die lokale MCP-Schnittstelle kann Filme auswählen, Parameter prüfen, Auswertungen starten und Ergebnisse lesen.

Der Server wormtracker bindet ausschließlich an 127.0.0.1. Der Standardport ist 8765; weitere Instanzen können andere Ports verwenden. Lesen Sie die tatsächliche URL aus der jeweiligen Instanz. Die Authentifizierung erfolgt über X-MCP2Delphi-Token. Halten Sie das lokale Token privat.

Ein Film, ein Auftrag

  1. wormtracker_open_film wählt den Film; Parameter über wormtracker_get_parameters lesen und bei Bedarf ändern.
  2. wormtracker_validate_parameters prüft Einstellungen. Mit geladenen Bildern kann ready: true zusätzlich Bildbezug und Zeitstempel prüfen.
  3. wormtracker_run importiert und analysiert. Die unmittelbare Antwort enthält eine jobId.
  4. wormtracker_progress abfragen, bis busy: false ist.
  5. wormtracker_result lesen und den Status jedes Ergebnisses prüfen.
Beispiel · tools/call für Import + Analyse
{
  "jsonrpc": "2.0",
  "id": 1,
  "method": "tools/call",
  "params": {
    "name": "wormtracker_run",
    "arguments": {
      "fileName": "C:\\Messungen\\wurm.avi",
      "parametersFile": "C:\\Messungen\\parameter.json",
      "outputDirectory": "C:\\Messungen\\LabRuns"
    }
  }
}

Beispielpfade durch vorhandene lokale Dateien ersetzen. Die HTTP-Authentifizierung richtet Ihr MCP-Client ein; sie ist nicht Teil dieses JSON-Beispiels.

Befehle nach Aufgabe

Wormtracker-spezifische MCP-Werkzeuge
AufgabeBefehle
Film & Verarbeitungwormtracker_open_film, wormtracker_import, wormtracker_analyse, wormtracker_run, wormtracker_batch
Fortschritt & Ergebniswormtracker_status, wormtracker_progress, wormtracker_cancel, wormtracker_result
Parameterwormtracker_get_parameters, wormtracker_validate_parameters, wormtracker_set_parameters, wormtracker_load_parameters, wormtracker_save_parameters
Vorschau & Hilfewormtracker_preview, wormtracker_lab_help
Ablagewormtracker_storage_list, wormtracker_storage_add, wormtracker_storage_result, wormtracker_storage_show
Oberfläche & Dokumentationwormtracker_ui_state, wormtracker_select_tab, wormtracker_screenshot

Stapelverarbeitung und Abbruch

Mit wormtracker_batch werden Filme nacheinander ausgewertet. Ohne explizite parametersFile verwendet der Stapel filmbezogene INI-Begleitdateien. Es läuft jeweils nur ein Laborauftrag. Währenddessen bleiben Parameteränderungen und weitere Aufträge gesperrt; Fortschritt und kooperativer Abbruch sind erreichbar.

Auftragszustände
StatusBedeutung
queuedAuftrag vorgemerkt.
runningVerarbeitung läuft.
completedAuftrag abgeschlossen. Bei Messungen zusätzlich valid prüfen.
failedFehler; Fehlermeldung und betroffenen Film prüfen.
cancelledAbgebrochen; keine gültige abgeschlossene Messung.
completed_with_errorsStapel teilweise fehlgeschlagen; jeden Filmeintrag prüfen.

Der aktuelle Katalog aus tools/list ist maßgeblich für Namen und Argumente. Ältere Aufträge lassen sich über wormtracker_storage_result aus ihrer job.json lesen.

FEHLERSUCHE

Wenn etwas nicht klappt

Prüfen Sie zunächst den Bildbestand und die aktuelle Filtervorschau.

Der Videoimport startet nicht

Prüfen Sie den Dateipfad sowie FFmpeg/ffmpeg.exe und FFmpeg/ffprobe.exe neben der gestarteten EXE. Kontrollieren Sie Schreibrechte im Zielordner und freien Speicher. Die Build-Skripte allein installieren FFmpeg nicht.

Es werden keine Würmer erkannt

Prüfen Sie, ob Bilder geladen sind und calculate aktiviert ist. Kontrollieren Sie Schwellwert, Objektgrößenfilter und ROI anhand des Original- und Filterbilds. Ein zu strenger Größenfilter kann den Wurm vollständig ausschließen.

Es werden mehrere Objekte erkannt

Prüfen Sie Schmutz, Bildrand und zerfallene Konturen. Passen Sie ROI und Filter an, ohne Teile des Wurms auszuschließen. Die aktuelle Messpipeline benötigt genau ein Objekt pro Bild.

MCP meldet ungültige Parameter

Lesen Sie zunächst wormtracker_get_parameters. Prüfen Sie insbesondere Gammawerte von 0 (auch bei ausgeschaltetem Filter), die Stretchgrenzen, die Reihenfolge von Minimum und Maximum sowie Kalibrierung und ROI-Punkte. Verwenden Sie wormtracker_validate_parameters, bevor Sie einen Auftrag starten.

Werte passen nicht zum erwarteten Maßstab

Prüfen Sie diameter, pixel x, pixel y und magnification anhand Ihrer Aufnahme. Prüfen Sie zusätzlich Zeitstempel, Bildbereich und Glättungsparameter. Übernehmen Sie keine Beispielwerte ohne eigene Kalibrierung.

Parameteränderung oder neuer Auftrag ist gesperrt

Fragen Sie wormtracker_progress ab. Während eines laufenden Laborauftrags sind diese Änderungen absichtlich gesperrt. Warten Sie auf das Ende oder verwenden Sie wormtracker_cancel und warten Sie auf den abgeschlossenen Abbruch.

Eine ältere Auswertung ist nicht mehr über result sichtbar

wormtracker_result liefert nur den letzten Auftrag im Arbeitsspeicher. Suchen Sie in „Gespeicherte Auswertungen“ und lesen Sie das gespeicherte job.json über wormtracker_storage_result.

Der Stapel ist fertig, aber enthält Fehler

completed_with_errors ist kein Gesamterfolg. Prüfen Sie die einzelnen Filme und übernehmen Sie nur gültige, erfolgreich abgeschlossene Messungen.

Die CSV enthält eine Zeile weniger als der Bildbestand

Das kann durch die bestehende Exportgrenze Count - 2 entstehen. Vergleichen Sie Bildbestand und Importprotokoll; beurteilen Sie einen vermeintlichen Importverlust nicht allein anhand der CSV-Zeilenzahl.

BEGRIFFE

Kurz erklärt

ROI
Region of Interest: der räumliche Bildbereich, in dem ausgewertet wird.
Schwerpunkt
Aus der erkannten Wurmstruktur bestimmte Position. Ihre Änderung über die Zeit liefert eine Schwerpunktgeschwindigkeit.
Kalibrierung
Zuordnung zwischen Bildmaßstab und physikalischer Größe anhand des Aufnahmesystems.
Schwellwert
Grauwertgrenze für die Umwandlung in ein Zweifarbenbild; in der Oberfläche two color.
Glättung
Zeitliche Mittelung, deren Einstellungen bei Ergebnisvergleichen gleich gehalten und dokumentiert werden sollten.
MCP
Model Context Protocol: Schnittstelle, über die ein lokaler Client die bereitgestellten Programmwerkzeuge aufrufen kann.
Laborauftrag
Ein Import- oder Analyseablauf mit eigener Kennung, Status und dauerhaftem Arbeitsordner.
Parameterdatei
Gespeicherte Einstellungen, etwa in INI oder JSON, zur Wiederholung einer Auswertung.